Geschichte des Weingutes
Karl Veit gründet eine der ersten privaten Rebenveredlungsbetriebe an der Mosel und zählt damit zu den Pionieren in Deutschland.
Bereits 300.000 Reben werden jährlich veredelt. Die Nachfrage ist durch die Umstellung von wurzelechten auf veredelte Reben besonders hoch.
Karl und Angelika Veit übernehmen rund 2.000 m² Weinbergsfläche in Monzel und Minheim. Neben der Rebenveredlung und dem Weinbau betreiben sie Landwirtschaft, wobei die Rebenveredlung den wirtschaftlichen Schwerpunkt bildet.
Betriebsanalysen zeigen: Rationalisierung ist nötig, besonders im arbeitsintensiven Steillagenweinbau, der damals noch rund 3.000 Arbeitsstunden pro Hektar erfordert. Es wird in Weinbergs Technik investiert.
Ein dreistöckiges Wirtschaftsgebäude mit großer Terrasse entsteht. Dank der Hanglage wird der Zugang von der Straße auf zwei Ebenen optimal genutzt.
Mit dem 1967er Jahrgang beginnt die Flaschenweinvermarktung. Die Landwirtschaft wird aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben.
Vom 1969er Jahrgang werden bereits über 10.000 Liter Wein abgefüllt und vermarktet.
Die gesamte Ernte von 1,9 ha wird erstmals komplett in Flaschen gefüllt und direkt an Endverbraucher verkauft.
Das Weingut wächst auf 2,1 ha, verteilt auf 20 kleine Parzellen in den Steillagen der Mosel.
Ein neues Betriebsgebäude erweitert den Keller, Lagerräume, die Probierstube und das Büro.
Erste Versuche der Sektherstellung nach traditioneller Flaschengärung, der sogenannten "Champagner-Methode".
Die ersten größeren Partien Riesling werden erfolgreich zu Sekt veredelt.
Eine Lagerhalle und ein Gästehaus mit drei Ferienwohnungen entstehen und erweitern das Angebot des Weinguts.
Das erste Rotwein-Cuvée, ein 1982er Spätburgunder von der Ahr, wird auf Flaschen gefüllt.
Mit der Zulassung von Rotwein an der Mosel wird der erste Spätburgunder im Kestener Herrenberg gepflanzt.
Sohn Herbert übernimmt das Weingut, das nun über 6 ha Steil- und Hanglagen bewirtschaftet. Eine Steillagenraupe erleichtert die harte Arbeit in den steilen Weinbergen.
Ein neuer Sektkeller ermöglicht längere Reifezeiten von mindestens drei Jahren auf der Hefe – nach dem Vorbild der Champagne.
Der Maschinenpark zieht in eine neue Halle in den Weinbergen um. Erstmals werden Gewürztraminer und verstärkt Weißburgunder gepflanzt.
Die Rebenveredlung wird eingestellt. Fortan konzentriert sich das Weingut ganz auf den Ausbau und die Vermarktung eigener Weine.
Eine 220 m² große Vinothek mit weitem Moselblick wird auf der ehemaligen Terrasse errichtet und lädt Gäste zum Verweilen ein.
Mit der pilzwiderstandsfähigen Rebsorte "Muscaris" startet das Weingut erste nachhaltige Anbauprojekte.
Das Gästehaus wird um eine vierte Ferienwohnung erweitert.
Ein modernes Raupenmechanisierungssystem erleichtert die Pflege der Steillagen und macht den Weinbau effizienter.
Der erste Weinberg mit der seltenen Rebsorte "Roter Riesling" wird gepflanzt.
Die Probierstube wird umfassend renoviert, um Gästen ein noch schöneres Verkostungserlebnis zu bieten.

